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Gesellschaft

Kanada ist ein Einwandererland

Kanada ist heute wie vor hunderten Jahren ein Einwandererland. Große Einwanderergruppen kamen in der Vergangenheit aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, der Ukraine, Polen, Kroatien, Serbien und aus den USA. Heutzutage wächst die Bedeutung der Einwanderer aus Fernost, vor allem aus der Volksrepublik China und aus Indien.

Von den etwa 6 Millionen deutschen Auswanderern der Jahre 1820 bis 1914 gingen nur 1,3 % nach Kanada, von den 605.000 der Jahre 1919 bis 1933 gingen 5, von den 1,2 Millionen der Jahre 1950 bis 1969 gingen bereits 25 % dorthin. 1991 gaben fast 2,8 Millionen Kanadier an, von deutschen Einwanderern abzustammen, davon ein Drittel ausschließlich.

Inuit und First Nations: Die Ur-Gesellschaft Kanadas

Wenn man an Kanada und die dortige Bevölkerung denkt, ist der erste Gedanke sicher oft nicht bei den indigenen Minderheiten. Doch diese Völker haben Kanada vor den Einwanderern geprägt und sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft und Kultur. Man unterscheidet drei Gruppen indigener oder autochthoner Völker: Die First Nations (auch „Indianer" genannt), die Inuit und die Métis.

Als Inuit bezeichnet man diejenigen eskimoischen Volksgruppen, die im arktischen Zentral- und Nordostkanada sowie auf Grönland leben. Die Bezeichnung Eskimo bedeutet übersetzt in etwa „Rohfleischfresser". Deswegen ist es politisch unkorrekt sie so zu nennen. Sie selbst wollen gerne Inuit genannt werden, was aus dem Inuktitut übersetzt „Mensch" heißt.

In Kanada gehören darüber hinaus 700.000 Menschen zu den so genannten First Nations, oder auch Indianer genannt. Davon gehören etwa 565.000 zu den 632 vom Staat anerkannten Stämmen, von denen allein fast 200 in British Columbia leben. Heutzutage haben es einige First Nations geschafft zu einem gewissen Wohlstand zu kommen, viele leiden jedoch unter Armut und gravierenden sozialen Problemen. Das gilt vor allem für ländlich lebende Gruppen, deren natürliche Umgebung durch Rohstoffabbau (vor allem in Saskatchewan, Ontario, Québec und Alberta), Militärbasen (Cold Lake, Goose Bay) und Holzeinschlag (vor allem in British Columbia, aber auch in den anderen Provinzen) zerstört worden ist.

Dennoch entwickeln sich überregionale Kultur- und Wirtschaftsbündnisse, die inzwischen auch weit entfernt lebende indigene Völker einschließen. Dabei sind Bildung und Ausbildung von großer Bedeutung, und auch ein spezielles Hochschulstudium kann seit 2003 an der First-Nations-Universität von Kanada in Saskatchewan absolviert werden. Viele der kleinen Sprachen der Stämme sind vom Aussterben bedroht, doch bemühen sich die verbliebenen Stammesmitglieder und einige staatliche Einrichtungen um ihren Erhalt. Die Sprache mit den meisten Sprechern ist das Cree.

Das moderne Kanada ist in seiner Gesellschaft eine bunte Mischung aus diesen Ureinwohnern, den Einwanderern vergangener Jahrhunderte und den Einwanderern der Moderne.





Gesellschaft weltweit:

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Überall in Ungarn wird neben der rot-weiß-grünen Landesfahne auch die Europa-Flagge gehisst. Nach dem Systemwechsel Ende der 1980er Jahre und während der 1990er Jahre unterstützte eine Zweidrittelmehrheit der ungarischen Bevölkerung die wirtschaftliche und politische Integration in Europain der Hoffnung auf einen besseren Lebensstandard. Und tatsächlich haben sich Kommunikations-, Informations-...

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Slowakei
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